Archive for März, 2009

Ausgeglüht!

28. März 2009 in Energie | Comments (0)

Was hätte wohl Thomas A. Edison dazu gesagt, die Glühlampe hat ausgedient.

Die Entscheidung der EU-Mitgliedsstaaten, Glühlampen bis 2012 schrittweise vom Markt zu nehmen, gibt laut Deutscher Energie-Agentur GmbH (dena) ein wichtiges Signal zum Stromsparen. Denn Glühlampen verbrauchen unnötig viel Strom, nur 5 Prozent der Energie, die eine Glühlampe verbraucht, verwendet sie, um Licht zu erzeugen. Die restlichen 95 Prozent der Energie setzen Glühlampen hauptsächlich in Wärme um. Glühlampen können heute einfach durch effizientere Produkte wie Energiesparlampen oder LEDs (Licht emittierende Dioden) ersetzt werden. Der Abschied von der alten Glühlampe erfolgt langsam und schrittweise über einen Zeitraum von acht Jahren.

ab 1. September 2009:
100-Watt-Klarglaslampen und mattierte Lampen (außer der Energieklasse A) dürfen nicht mehr verkauft werden.

ab 1. September 2010:
75-Watt-Klarglaslampen dürfen nicht mehr verkauft werden.

ab 1. September 2011:
60-Watt-Klarglaslampen dürfen nicht mehr verkauft werden.

ab 1. September 2012:
alle Glühlampen bis 7-Watt dürfen nicht mehr verkauft werden.

ab 1. September 2016:
Verbot von Halogenlampen

Beim Lampenkauf können Konsumenten nichts falsch machen, denn der Handel und die Hersteller sind dafür verantwortlich, dass nur zulässige Lampenmodelle in den Verkauf gelangen.

Glühlampe raus, Energiesparlampe rein. Energiesparlampen sind wahre Stromsparmeister. Für das gleiche Licht brauchen sie viel weniger Energie als normale Glühlampen und sie halten länger. Die Energiesparlampe ist eine kompakte, gefaltete Leuchtstofflampe mit integriertem elektronischem Vorschaltgerät und E14- bzw. E27-Schraubsockel. Die effizientesten Energiesparlampen erreichen eine Lichtausbeute von etwa 60 Lumen pro Watt – etwa fünf Mal mehr als Glühlampen. Energiesparlampen ohne Vorwärmfunktion haben mit um die 5.000 Betriebsstunden eine relativ kurze Lebensdauer. Trotzdem übertrifft die Lebensdauer der Energiesparlampe ohne Vorwärmfunktion die Lebensdauer der Glühlampe bereits um etwa das Fünffache. Energiesparlampen mit Vorwärmfunktion erreichen sogar 10.000 Betriebsstunden und mehr.

Geht man von Anschaffungsmehrkosten um 5€ für die Energiesparlampen im Vergleich zu 10 Glühlampen aus, spart beispielsweise eine effiziente 11-Watt-Energiesparlampe als Ersatz für eine 60-Watt-Glühlampe während ihrer Lebensdauer von ca. 10.000 Betriebstunden rund 90€ ein (Annahme: Strompreis von 20 Cent/kWh).

Glühlampe : Energiesparlampe
25 Watt : 5 bis 7 Watt
40 Watt : 7 bis 9 Watt
60 Watt : 11 bis 16 Watt
75 Watt : 15 bis 20 Watt
100 Watt : 20 bis 23 Watt

Das Glühlampenverbot ist ökologisch umstritten, Energiesparlampen enthalten u. a. Quecksilbe und sind letztendlich Sondermüll, sie sollen Elektrosmog verursachen und ihre Lichtqualität sei schlechter. Weitere Informationen zum Thema “Pro-Glühlampe” findest Du hier, hier und hier.


WWF Earth Hour

in Aktion | Comments (0)

Heute am 28. März 2009, um 20.30 Uhr, eine Stunde lang einfach mal den Schalter umlegen und das Licht ausschalten – zu Hause, im Büro, weltweit!

Mach mit, Dein Beitrag zum Klimaschutz! Mehr Infos unter www.wwf.de


MSI Wind PC – ein ÖkoPC?!

25. März 2009 in Hardware | Comments (0)

“Kleiner – Leiser – Sparsamer” – so wirbt MSI für seinen Nettop, den MSI Wind PC. Der Computer verbraucht bei voller Sytsemauslastung nur etwa 35 Watt. Das sind laut Hersteller eine Energieeinsparung von bis zu 85% gegenüber einem herkömmlichen Desktop PC. Der MSI Wind PC mißt tatsächlich ca. 30cm (B) x 7cm (H) x 26cm (T) und ist mit den angegebenen max. 30db flüsterleise. Der Rechner kommt wahlweise mit SUSELinux oder Windows XP Home daher und bietet ausreichend Möglichkeiten für Office und Entertainement.

Der MSI Wind PC 2316XP mit seinem Intel Atom  1.6 GHz Prozessor und max. 2 GB DDR-2 RAM schnurrt nun seit Anfang des Jahres auch auf meinem Schreibtisch und ich habe den Kleinen mittlerweile richtig lieb gewonnen.

Ausgeliefert wird der 2316XP in einer umweltfreundlichen und sparsamen Kartonverpackung; hat man den Karton geöffnet und den MSI Wind PC mitsamt Tastatur und Maus ausgepackt, kann man in einem kleineren Karton das übrige Zubehör entdecken. MSI packt hier ein externes 60W Netzteil, einen WLAN Stick 802.11g, eine MSI Treiber & Utility- sowie eine PCSuite CD/DVD rein.

Die PCSuite08 Professional V.2 ist vollgepackt mit mehr oder weniger nützlichen  Programmen: mit Corel WordPerfect X3, CorelDRAW Essential Edition 3, Serif PagePlus X2, Nuance PDF Create! 4, Babylon Translation, Sydatec Phoenix Backup V3 Professional und Norton Internet Security 2008. Was man davon installieren möchte bleibt eine Geschmacksfrage.

Eine Recovery-CD des Betriebssystem wird man vergeblich suchen. MSI hat diese – wie mittlerweile bei den meisten Herstellern üblich – auf eine “unsichtbare” Partition der 160GB großen SATA Festplatte des Computers ausgelagert. Der übersichtlichen und bebilderten Kurzanleitung läßt sich entnehmen, dass der Recovery Manager beim Hochfahren des PC´s durch drücken der F3-Taste gestartet und das Sytem so im Bedarfsfall wiederhergestellt werden kann.

MSI hat, um den Nettop hochkant aufstellen zu können, einen passenden Fuß mitgeliefert. Das sieht besonders chique aus und spart Platz auf dem Schreibtisch. Man könnte den Rechner aber auch quer und unter einem Monitor platzieren, das Metallgehäuse erscheint solide und stabil genug. MSI hat für die Queraufstellung auch extra vier kleine Gummifüßchen in das Gehäuse eingelassen.

Nachdem ich den PC nun ausgepackt, aufgestellt, angeschlossen und eingeschaltet habe, startet zunächst die übliche Installationsroutine des Betriebssystems und fragt menügeführt Ländereinstellungen etc. ab. Die MSI Treiber & Utility CD benötige ich nicht, nach kurzer Zeit ist das System startklar und man kann loslegen. Mein MSI Wind PC wurde mit Windows XP Home ausgeliefert, also ist ersteinmal eine SecuritySuite erforderlich. Ich entscheide mich für ein Avira-Produkt. Das Betriebssystem hat mittlerweile auch alle notwendigen Updates gezogen und installiert. Nach einigen Neustarts und dem Aufspielen meiner Lieblingsprogramme kann es nun endlich losgehen. Klar, der Rechner ist kein Highend-Gamer-PC, für adäquates Office, Surfen und als kleine Multimedia-Konsole jedoch absolut geeignet und mit dem Intel GMA 950 Grafikchip auch für eine einfache Bildbearbeitung ausreichend tauglich.

Das Tippen auf der notebookgroßen, kabelgebundenen USB-Tastatur ist etwas gewöhnungsbedürftig, liegen einige Funktionstasten wie z. B. “Entf” und “Einf” doch woanders als ich es von meiner großen Tastatur her gewohnt bin. Besonders schön finde ich, das MSI der Tastatur ein paar Knöpfe zur Steuerung der Lautstärke und eines Medienplayers verpasst hat. Die fünf Knöpfe befinden sich über den Tasten des Keyboards. Die Maus mit USB-Anschlusskabel flitzt flott und ruckelfrei über meinem Schreibtisch und den Desktop.

MSI Wind PC VorderseiteUnd, endlich habe ich mit dem MSI Wind PC auch einen Computer mit zwei USB-Anschlüssen auf der Vorderseite des Gehäuses. Hier befinden sich auch jeweils ein Kopfhörer- und Mikrofonanschluss sowie ein Kartenlesegerät. Der 4 in 1 Card Reader nimmt SD/MMC/MS/XD Karten auf.  Vorbei die Zeit, als ich noch unter meinen Schreibtisch klettern und den alten Midi-Tower hervorziehen musste, um an sämtliche Anschlüsse zu kommen.

Der MSI Wind PC bietet mit einer 7.1 HD-Audio Unterstützung die Möglichkeit den Rechner als Musikkonsole einzusetzen. Die entsprechenden Audioanschlüsse (Rear, Center, Side, Audio-In, Audio-Out und Mic-In) befinden sich auf der Gehäuserückseite.

Auf der Gehäuserückseite befindet sich auch der Strom- und ein VGA-Monitoranschluss sowie der Realtek 10/100/1000 Mbit LAN-Anschluss. Wahlweise kann man auch den mitgelieferten WLAN-Stick in einen der insgesamt sechs USB-Anschlüsse (4 hinten /2 vorne) stöpseln und so kabellos im Internet surfen.

Bluetooth-Fans werden diese Option am MSI Wind PC vermissen, was ich nicht sonderlich schlimm finde. Ich habe schlichtweg einen Bluetooth-Stick in einen der freien USB-Anschlüsse gesteckt und schwups, ist auch der MSI Wind PC bluetoothfähig.

Schraubt man die beiden einzigen am Gehäuse und auf der Rückseite befindlichen Schrauben des MSI Wind PC auf, so läßt sich die Metallabdeckung des Computers entfernen und der Blick ins PC-Innere wird frei. Der Endverbraucher kann hier im Grunde nur noch den RAM-Baustein auswechseln, alle übrigen Bauteile scheinen fest vernietet zu sein. Außer dem einzigen Steckplatz für den Arbeitsspeicher kann ich auch keine weiteren Wechselsteckplätze für etwaige Zusatzkomponenten ausmachen. Alles wirkt sehr aufgeräumt und sauber verarbeitet.

Insgesamt kann man sagen, dass der MSI Wind PC sicherlich nicht zu den schnellsten Rechnern seiner Klasse gehört – Vergleiche gibt´s bei chip.de. Es macht mir jedoch Spaß, mit dem kleinen PC zu arbeiten. Er bietet alles was man für eine anständige Büroarbeit, ein bißchen Musik hören und im Internet surfen benötigt. Einzig negativ aufgefallen ist mir, dass der DVD-Double-Layer-Brenner von den leisen das lauteste im MSI Wind PC integrierte Bauteil sein dürfte. Nichtsdestotrotz verrichtet auch dieser sein Arbeit zuverlässig. Der MSI Wind PC scheint ordentlich, solide und qualitativ gut verbaut zu sein.

Die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers liegt bei 269.- EUR, ein akzeptabler Preis für einen guten Nettop-PC. Auf der Website von MSI habe ich leider keine Verbrauchswerte gefunden, ich konnte jedoch bei pcwelt.de recherchieren, dass der MSI Wind PC im Standby ca. 21 Watt und im ausgeschalteten Zustand nur etwa 5 Watt verbraucht. Besser können das derzeit wohl nur noch Siemens Fujitsu Computer der ProGreen Selection, ein “0-Watt PC” der Fujitsu Siemens Esprimo Serie wurde erst kürzlich auf der CeBit vorgestellt und soll diesen Sommer auf den Markt kommen.


Wie “grün” ist das Internet?

23. März 2009 in Hosting | Comments (0)

Beim Surfen durch die Weiten des Internet bin ich auf die Website www.cleanbits.org gestoßen, dort kann man Websites auf ihre “Ökoverträglichkeit” hin überprüfen.

In ein Suchfeld tippt man einfach den Namen der zu überprüfenden Domain ein, z. B. frog360.com, und mit Klick auf “Zoek site” erhält man in kurzer Zeit das Überprüfungsergebnis – einen roten Smilie für “not green hosted Website” und einen grünen Smilie für “green hosted Website”.

Wie das ganze funktioniert? Keine Ahnung… wohlmöglich wird abgefragt wo die entsprechende Site gehosted ist, das Ergebnis könnte dann mit einem Katalog von Ökohosting-Anbietern abgeglichen werden. Wie auch immer, ein nettes Tool.


Alles “bio” oder was?!

22. März 2009 in Info | Comments (0)

Angefangen hat alles mit einer Installation von Linux-Ubuntu, das wie ich finde ökologische Betriebssystem schlechthin. Das OpenSourceOS stellt eine echte Alternative zu den kommerziellen Betriebssystemen dar und ist stabil und einfach zu bedienen. Mein alter Stromfresser flitze mit dem neuen System nur so daher, wie ich ihn zu Windows-Zeiten nie kannte.

Ich stöberte fortan in diversen Zeitschriften und Foren, las hier und da was über Ubuntu, Hardware und auch über “green IT”.

Schließlich stand ein Wechsel meines Stromanbieters an, günstig sollte der neue Anbieter sein – mein PC schnurrte schließlich den ganzen Tag – und vielleicht auch ökologisch, wobei dies zunächst nur zweitrangig war. Ich stolperte schließlich über die Website von Greenpeace Energy – deren Strom ist klimafreundlich und günstiger als von meinem örtlichen Atomstromanbieter! Perfekt, der Wechsel wurde vollzogen und nun brennt bei mir “grünes” Licht.

Irgendwann las ich dann die grüne Ausgabe der Fachzeitschrift “Chip”. Ich machte an deren Preisausschreiben mit und… gewann! einen grünen PC, den MSI Wind PC. Mein stromfressender, lauter Rechner wurde nun endgültig und fachgerecht entsorgt und ich war fortan begeistert von dem kleinen PC. Kaum hörbar und mit einer Leistungsaufnahme von gerade mal etwa max. 30 Watt liegen Welten zwischen meinem alten Midi-Tower und dem neuen MSI Wind PC.

Wow, jetzt sind nicht nur mein Joghurt, mein Strom, sondern auch meine Hardware “bio”.

Und so kam es wie es wohl kommen musste, ich durchsuche immer mal wieder das Internet nach Themen über grüne IT, Ökohosting usw. bis schließlich die Idee zu frog360.com reifte.

Die Seite wurde schließlich ganz nach ökologischen Gesichtspunkten gestaltet: auf einem grünen Computer, mit grüner Stromversorgung und mit Greensta! bei einem grünen Hostingpartner!

In diesem Sinne, “Willkommen bei frog360.com – the green site of life.”