Geschichte

Jammerhald und Hahnenbalz

Das Jahr 1793 war für die Bürger von Kaiserslautern eine Zeit des Jammers. Schrecklich gestaltete sich der Winter, der mit Recht als der “Plünderwinter” bezeichnet wird. Nichts war mehr sicher vor den beutegierigen Franzosen, keine Habe und kein Eigentum, ja selbst das Leben nicht. Da taten sich einige Familien zusammen und flüchteten mit allem, was sie mitnehmen konnten, in den Dansenberger Wald, wo sie in einer Höhle wohnten. Um nicht zu verhungern, hatten sie allerlei Nahrungsmittel, darunter einige Hähne, an sich genommen. Doch es dauerte nicht lange, so kamen die Plünderer und durchsuchten den Wald nach den Flüchtigen. Bald fanden sie ihre Spur; denn die Hähne fingen an zu krähen und ließen sich durch nichts ruhig bringen. Man wollte sie doch nicht alle gleich töten. Die Franzosen gingen dem Schalle nach, die Hähne krähten immer weiter und die Bürger lebten in der größten Angst. Endlich drangen die Feinde in die Höhle ein, betäubten die Flüchtlinge und nahmen ihnen noch obendrein das Leben.

Von der Zeit an heißt der Wald Jammerhalde, ein angrenzendes Gebiet trägt den Namen Hahnenfalz bis heute. Beide liegen an der Pirmasenser Straße kurz vor der Roten Hohl. Die Leute erzählen, in dem Wald höre man alle sieben Jahre ein großes Jammern.

Quelle: http://www.kaiserslautern.de