Digitale Kollekte

Bargeldlos Spenden ist in der evangelischen Kirche bald bundesweit möglich.
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In Duisburg können Gläubige künftig in der evangelischen Salvatorkirche digital spenden. In der evangelischen Kirche in Berlin ist dies seit Sommer 2018 möglich. Dort wurde der digitale Klingelbeutel nun zum Patent angemeldet. Die Systeme gleichem einem ganz normalen Kollektenkorb oder -beutel, mit dem Unterschied, dass darin ein digitales Bezahlterminal installiert ist. Durch Auflegen der EC- oder Kreditkarte können Kirchenbesucher ohne PIN-Eingabe in wenigen Sekunden spenden. Auf einem kleinen Display wählt man den Spendenbetrag aus. Die Bank für Kirche und Diakonie ist Partner der Projekte. Die Digitalkollekte setzt auf die üblichen Sicherheitsstandards im digitalen Zahlungsverkehr. In Berlin denkt man aktuell darüber nach, eine App zu entwickeln und diese bundesweit einzuführen. Auch an den Kirchenausgängen könnten künftig stationäre Spendenterminals stehen.

Auf dem Weg in die Unendlichkeit

Artist's Concept of Voyager | Bild: NASA/JPL
Artist’s Concept of Voyager | Bild: NASA/JPL

Der Weltraum, unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2019 – seit mehr als 40 Jahren sind unbemannte Flugobjekte unterwegs, um die Tiefen des Alls zu erkunden, Planeten und den interplanetaren Raum zu erforschen. Milliarden Kilometer von der Erde entfernt, dringen Raumsonden in Bereiche vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat.“

Am 1. Januar 2019 flog die Sonde New Horizons an dem Himmelskörper Ultima Thule vorbei. Der Himmelskörper heißt eigentlich (486958) 2014 MU69 und befindet sich am Rand unseres Sonnensystems im sogenannten Kuipergürtel. Ultima Thule ist rund sechs Milliarden Kilometer von uns entfernt – 43 Mal weiter als die Erde von der Sonne. Nie zuvor ist eine Raumsonde an einem so weit entfernten Himmelskörper vorbeigeflogen.

New Horizons wurde im Januar 2006 vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral (USA) aus gestartet. Die Sonde flog an mehreren Planeten vorbei und passierte im Juli 2015 als erste Forschungssonde Pluto. Dann wurde 2014 MU69 anvisiert.

Weltraum-Veteranen dringen in interstellaren Raum vor

Keine anderen Raumsonden sind bisher so weit ins All vorgedrungen wie die beiden Voyager-Sonden. Sie wurden 1977 gestartet. Sechs Jahre nach Voyager 1 erreichte im Dezember 2018 auch die Zwillingssonde Voyager 2 den interstellaren Raum.

Die Mission der Voyager 1 gilt als einer der größten Erfolge der NASA und der Raumfahrt allgemein. Die Sonde sendet noch heute regelmäßig Daten zur Erde. Außerdem ist sie das am weitesten von der Erde entfernte von Menschen gebaute Objekt.

Noch älter als die Voyager-Sonden ist Pioneer 10. Die Weltraumsonde startete 1972. Sie ist die erste Raumsonde, die den Planeten Jupiter und anschließend den äußeren Bereich des Sonnensystems erreichte.

Das letzte identifizierbare Signal der Sonde empfing man am 23. Januar 2003. Seitdem konnte von ihr kein Signal mehr detektiert werden, und so endete die Mission von Pioneer 10 nach 31 Jahren in einer Entfernung von etwa zwölf Milliarden Kilometer.

Pioneer 10 bewegt sich ungefähr in Richtung des 67 Lichtjahre entfernten Sterns Aldebaran im Sternbild Stier, dessen heutige Position sie in etwa zwei Millionen Jahren erreichen wird.

Botschaften an außerirdische Lebewesen

An Bord der Pioneer 10 und ihrem Zwilling Pioneer 11 befinden sich jeweils eine sogenannte Pioneer-Plakette, die eine Botschaft der Menschheit an etwaige außerirdische Lebewesen enthält. Eine ähnliche Botschaft steckt in Form der goldenen Schallplatten Voyager Golden Records in den Sonden Voyager 1 und Voyager 2.

Hackathon im Vatikan

Der Vatikan veranstaltet vom 8. bis 11. März 2018 den ersten Hackathon im Kirchenstaat inmitten von Rom.

Hackathons sind Veranstaltungen, in denen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gemeinsam Soft- oder Hardware entwickeln, zumeist mit einem bestimmten Ziel.

Die Organisatoren der VHacks → genannten Veranstaltung hatten 120 Studentinnen und Studenten von Universitäten aus aller Welt gesucht. Die Bewerberinnen und Bewerber mussten nicht katholisch sein. Sie wurden jedoch genau ausgesucht, um eine möglichst große Bandbreite an Hintergründen und auch Glaubensrichtungen zu erhalten.

In 36 Stunden sollen die Studentinnen und Studenten technische Lösungen für globale Probleme finden. Im Fokus der Veranstaltung stehen die Themen soziale Inklusion, der Dialog zwischen Religionen und Hilfen für Migranten und Flüchtlinge. Die Ergebnisse des Hackathons sollen der Gesellschaft als Ganzes dienen. Die Menschen einander näher bringen, den interreligiösen Dialog beleben und Flüchtlingen helfen, das ist das erklärte Ziel. Eine umfassende Lösung erwartet man dabei nicht, aber zumindest eine Inspiration für Kleriker und andere Menschen, auch die jüngere Generation in die Lösung der Probleme miteinzubeziehen. Vom ersten Hackathon im Vatikan sollen alle profitieren.

Update: Die Gewinnerteams und ihre Projekte (.docx) →

Signale aus dem Weltall

Foto: Radio-Telescope von Free-Photo | www.pixabay.com
Foto: Radio-Telescope von Free-Photo | www.pixabay.com

Astronomen am Radioteleskop von Arecibo (Puerto Rico) haben bereits im Mai seltsame Signale von dem Roten Zwergenstern Ross 128 empfangen. Außerirdische? Der erste Kontakt?

Ross 128 ist ein Roter Zwergstern und etwa 10,9 Lichtjahre von unserem Sonnensystem entfernt. Sein nächster Nachbar ist Wolf 359, welcher etwa 3,8 Lichtjahre entfernt liegt.

Die Signale könnten von einem die Beobachtungsebene kreuzenden Satelliten stammen oder es handelt sich um eine Art Sonneneruptionen oder um Emissionen von anderen in der Beobachtungsebene liegenden Objekten – so zumindest die drei Haupttheorien der Wissenschaftler. Doch Halt, war da nicht noch was?! Doch, … die Borg →

Als Schlacht von Wolf 359 → ging im Jahr 2367 die erste direkte Konfrontation zwischen der Sternenflotte und dem Borg-Kollektiv in die Geschichte der United Federation of Planets ein. Die Sternenflotte wurde bei Wolf 359 von den Borg überrumpelt. Der gefährliche Feind kam plötzlich und war bis dahin nahezu unerforscht. Die Schlacht von Wolf 359 war eine der größten Niederlagen in der Geschichte Sternenflotte.

Sollten die Geschehnisse aus Star Trek nun tatsächlich Wirklichkeit werden und die Signale von Ross 128 auf ein Raumschiff der Borg hindeuten?! Zwischenzeitlich gehen die Astronomen zwar davon aus, dass die ungewöhnlichen Signale von Erdsatelliten stammen, wenn dem aber nicht so ist, sind wir echt am Arsch!

Schon mehrfach hat Star Trek bewiesen, dass Fiktion und Wirklichkeit → nicht weit auseinander liegen. Technologien aus Star Trek → haben Einzug in unsere Realität gehalten. Haben in den 80er Jahren Crew-Mitglieder der Enterprise ihre Berichte noch auf sogenannten PADDs (Personal Access Display Device) verfasst, sind iPads und Tablet-PC für uns heute eine Selbstverständlichkeit. Touchpanels sind allgegenwärtig. Noch ein Beispiel gefällig?! Die erste Diskette kam 1969 auf den Markt, Mr. Spock verwendete sie bereits 1966.

Warum also, sollten die merkwürdigen Signale von Ross 128 nicht auf einen ersten Kontakt hindeuten?

Wir sind nicht alleine

Foto. Pascal Treichler – www.pixabay.com

Zehn neue Planeten hat die NASA außerhalb unseres Sonnensystems entdeckt, das ist im Juni 2017 den Medienberichten zu entnehmen. Wahrscheinlich ist auf den Planten erdenähnliches Leben möglich. Auf den Planeten gibt es Wasser.

Damit sind uns insgesamt 49 Planten bekannt, die in der sogenannten habitablen Zone* liegen. Einige der zehn neuen potenziell bewohnbaren Planeten umkreisen Sterne, die eine ähnliche Größe wie unsere Sonne haben.

Die Entdeckungen ermöglichte die Kepler-Teleskop-Mission der NASA. Insgesamt 219 neue Planeten-Kandidaten hat das Kepler-Weltraumteleskop-Team der us-amerikanischen Raumfahrtbehörde jetzt veröffentlicht.

Die Ergebnisse bedeuten, dass wir wahrscheinlich nicht alleine sind.

*Als habitable Zone bezeichnet man den Abstandsbereich, in dem sich ein Planet von seinem Zentralgestirn befinden muss, damit Wasser dauerhaft in flüssiger Form - als Voraussetzung für erdähnliches Leben auf der Plantenoberfläche - vorliegen kann.

A Place to Bee

Foto: Christian Birkholz | Pixabay

Die Biene… was wären wir ohne sie?! Für unsere Ernährung und unsere Ökosysteme ist dieses kleine Insekt unverzichtbar. Nicht nur, dass ohne Bienen morgens das Glas Honig auf dem Frühstückstisch fehlen würde, bereits Albert Einstein warnte: „Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, keine Menschen mehr.“

Es ist soweit! Hier und heute, genau jetzt, ist die Biene in der Krise. Imkerinnen und Imker verzeichnen in diesem Frühjahr einen Verlust an Bienenvölkern von 50 Prozent. In Deutschland sind mittlerweile 197 Wildbienenarten gefährdet und 31 Arten vom Aussterben bedroht, so der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND). Der BUND und die Aurelia-Stiftung haben deshalb gemeinsam einen Bienenaktionsplan → erarbeitet.
Bienen finden keine Lebensräume mehr, sie hungern und der Einsatz von Pestiziden greift ihr Nervensystem an. Die Bundesregierung ist aufgefordert etwas zu ändern. Es müssen dringend Maßnahmen ergriffen werden, um das Bienensterben aufzuhalten. Der Bienenaktionsplan muss nach der Bundestagswahl in den Koalitionsvertrag aufgenommen und in den nächsten vier Jahren umgesetzt werden.

Ihr könnt helfen: Macht mit bei der BUND-Aktion, sendet eine eMail an die Parteivorsitzenden und appelliert an sie, das Bienensterben zu stoppen – jetzt!

https://aktion.bund.net/a-place-to-bee →